Was kostet ein Elektroroller? Die Kosten unter die Lupe genommen

Die Elektromobilität schreitet voran, in Deutschland werden vergleichsweise zu den Vorjahren immer mehr Elektrofahrzeuge zugelassen. Eine Möglichkeit die Elektromobilität zu nutzen, sind Elektroroller. Diese bieten für ein vergleichsweise geringes Budget bereits die Möglichkeit leise und sauber unterwegs zu sein. Doch was kosten Elektroroller tatsächlich?

Wie teuer ist ein Elektroroller?

Vergleicht man einen E-Roller mit einem Benzinroller, so sind die Anschaffungskosten erst einmal höher. Das kann je nach Modell, Marke und Leistung das Doppelte oder sogar Dreifache des Anschaffungspreises eine Benzinrollers sein. Auf dem deutschen Markt sind derzeit 45 km/h Roller ab 800 € zu haben – das Maximum ist nach oben offen, in der Regel werden jedoch Preise um die 2.000 € bis 3.000 € aufgerufen. Benzinroller sind schon ab 500 € zu haben und kosten in vergleichbarer Ausstattung und Leistung ca. 1.500 € – 2.500 €. Dies hängt jedoch maßgeblich von der Marke ab.

Vergleicht man die Unterhaltskosten, so kommt man schnell zu einem umgekehrten Bild. Die Kosten für einen Elektroroller halten sich stark in Grenzen. So entfallen die teuren Ölkosten und die Tankkosten sind mit 0,10 €-0,15 €/100km so günstig, dass sich die Mehrkosten in der Anschaffung je nach Fahrleistung schnell amortisiert haben. Die tatsächlichen Stromkosten kommen darauf an, was man für einen Stromanbieter nutzt und wieviel das Ladegerät benötigt um den Akku wieder aufzuladen. Dies kann man jedoch relativ einfach selber auf elektroroller.rocks berechnen.

Für die Versicherung muss man bei einem Roller 7-10 €/Monat zahlen – unabhängig davon ob er einen Verbrennungsmotor oder einen Elektromotor enthält.

Was kostet ein Benzinroller?

Ein Benzinroller ist in der Anschaffung vergleichsweise günstig. So gibt man in der Regel die Hälfte oder nur ein Drittel des Preises aus, welchen man für einen Elektroroller bezahlt. Das ist für viele Käufer ein gewichtiger Grund einen Benzinroller zu kaufen – aber auch die Möglichkeit diesen an vielen Tankstellen wieder aufzutanken. Betrachtet man jedoch diesen Aspekt, so kommt man schnell auf eine starke Diskrepanz zwischen Benzin und Strom. Zahlt man bei einer Laufleistung von 5.000 km bei einem Benzinroller ca. 450 € für den Kraftstoff Benzin, so kommt man bei den Stromkosten des E-Rollers auf gerade einmal auf 75 €. Die Mehrkosten in der Anschaffung, die man bei dem Benzinroller gespart hat, schmelzen von Jahr zu Jahr – im dritten Jahr ist der Elektroroller wesentlich günstiger.

Ökonomische und ökologische Aspekte beim Kauf

Die ökonomischen Aspekte beim Kauf eines Rollers lassen sich somit relativ schnell mit einem Amortisationsrechner berechnen. Immer mehr Menschen achten jedoch auch auf einen nachhaltigen Lebensstil. Das Stichwort hierfür ist der ökologische Fußabdruck, den man hinterlässt. Bei einem endlichen Rohstoff wie Öl oder Benzin fällt es schwer, diesen zu negieren. Im Vergleich hierzu ist der Elektroroller bei der Herstellung der Batterie jedoch auch nicht besser. In den Batterien wird Blei oder Lithium verwendet – beides Rohstoffe, welche in Bergwerken abgebaut werden und endlich sind. Ein Vorteil hiervon ist lediglich die Wiederverwendbarkeit. Die Energiequelle Strom kann aus regenerativen Energiequellen gespießt werden, sei es Sonne, Wasser oder Wind – diese Ökobilanz ist auf jeden Fall besser. Nicht zuletzt darf man vergessen, dass Batterien wieder aufbereitet werden können und somit ein Recycling möglich ist.

Bild: Bigstockphoto.com / franz12

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