GPS-Tracker im Auto: Schutz vor Diebstahl

Ein GPS-Tracker übermittelt den Standort Ihres Autos. Je nach Modell meldet er auch, wenn das Fahrzeug bewegt wird oder einen festgelegten Bereich verlässt. So kann ein Diebstahl früher auffallen, und die Polizei erhält Hinweise für die Suche.

Ein Tracker verhindert Diebstahl nicht zuverlässig und ersetzt keine mechanischen oder elektronischen Sicherungen. Für verlässliche Meldungen braucht er Strom und eine funktionierende Datenverbindung.

So funktioniert die Ortung

GPS-Satelliten liefern dem Tracker Signale, mit denen er seine Position berechnet. Sie übertragen den Standort aber nicht direkt an Ihr Smartphone. Damit die Positionsdaten Ihr Smartphone erreichen, braucht der Tracker eine zusätzliche Verbindung, etwa über eine SIM-Karte und das Mobilfunknetz. Je nach Gerät erscheint die Position dann in einer App oder geht an eine Alarmzentrale.

Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Netze und Regionen das Gerät unterstützt und ob für die Nutzung laufende Kosten anfallen. Kleine Gegenstands-Tracker funktionieren teilweise anders: Geräte wie AirTags sind darauf angewiesen, dass sich passende Smartphones in der Nähe befinden. Sie sind deshalb nicht mit einem eigenständigen Auto-Tracker gleichzusetzen.

Die Ortung hängt von den Bedingungen am Standort ab. In Tiefgaragen kann der Empfang fehlen. Ein leerer Akku kann die Übermittlung ebenfalls unterbrechen. Dasselbe gilt für einen Störsender. Ein angezeigter Standort kann deshalb veraltet sein. Für Genauigkeit und Verzögerung gibt es keine festen Werte; sie hängen vom Gerät und seinem Dienst ab.

Was ein Radiusalarm meldet

Bei einem Radiusalarm markieren Sie in der App einen Bereich auf der Karte. Verlässt das Auto diese sogenannte Geozone, erhalten Sie eine Meldung. Manche Geräte alarmieren zusätzlich, wenn das Fahrzeug bewegt, erschüttert oder angehoben wird.

Richten Sie den Bereich passend zum Stellplatz ein und testen Sie den Alarm, bevor Sie sich darauf verlassen. Ein zu eng gesetzter Bereich kann bei kleinen Standortabweichungen unnötige Meldungen auslösen. Der Alarm macht eine Bewegung schneller bemerkbar, hält das Auto aber nicht auf und sperrt den Motor nicht automatisch.

Was nach einem Diebstahl zu tun ist

Verständigen Sie sofort die Polizei und geben Sie an, dass ein Tracker im Fahrzeug installiert ist. Teilen Sie den angezeigten Standort sowie die Uhrzeit der letzten Meldung mit. Die Polizei kann diese Angaben für die Suche nutzen. Sie zeigen aber nicht sicher, wo sich das Auto gerade befindet.

Fahren Sie nicht selbst zur angezeigten Position und verfolgen Sie das Auto nicht. Dadurch können Sie sich und andere gefährden oder mögliche Täter konfrontieren. Informieren Sie anschließend Ihre Versicherung und halten Sie sich an die Meldebedingungen Ihres Vertrags.

GPS-Tracker betriebsbereit halten

Ein Tracker hilft nur, wenn er eingeschaltet und erreichbar ist. Bei einem Gerät mit Akku sollten Sie die Warnung bei niedrigem Ladestand aktivieren und den Ladezustand regelmäßig prüfen. Kontrollieren Sie außerdem nach der Einrichtung, ob Standortmeldungen und Alarme tatsächlich auf Ihrem Smartphone ankommen.

Bei Geräten mit SIM-Karte hängen Verbindung und Ortung vom Mobilfunkempfang und vom Tarif ab. Prüfen Sie auch, ob das Gerät für die Ortung eine Verbindung zu einem Server des Herstellers braucht und welche Kosten für SIM-Karte, Abo oder Fernabfrage entstehen. Der ADAC nennt für mobile GPS-Tracker einen Kaufpreis von 20 bis über 100 Euro; laufende Kosten kommen je nach Angebot hinzu. Wird der Dienst des Herstellers eingestellt, kann auch die Fernabfrage ausfallen.

Montieren Sie das Gerät nach den Herstellerangaben. Ein unauffälliger Einbau erschwert das schnelle Auffinden, bietet aber keinen sicheren Schutz vor Entdeckung oder Störung. Lassen Sie fest angeschlossene Geräte bei Unsicherheit fachgerecht einbauen und testen Sie die Ortung anschließend am eigenen Fahrzeug.

Tracker mit Sicherungen kombinieren

Ein Tracker hilft vor allem dabei, das Auto zu orten und wiederzufinden. Kombinieren Sie ihn zur Vorbeugung mit anderen Maßnahmen, etwa einer mechanischen Sicherung und der serienmäßigen Wegfahrsperre. Schließen Sie das Auto ab und lassen Sie den Schlüssel nicht im Fahrzeug liegen. Keine einzelne Maßnahme garantiert, dass ein Diebstahl ausbleibt.

Gemeinsame Nutzung und Datenschutz

Ein Tracker kann Bewegungen des Autos und damit auch die Fahrten seiner Nutzer sichtbar machen. Informieren Sie andere Personen, die das Fahrzeug regelmäßig fahren, über die Ortung und klären Sie, wer auf die Standortdaten zugreifen kann.

Bei Firmenwagen oder Fahrzeugen, die Beschäftigte nutzen, braucht die Ortung einen klaren Zweck und eine passende rechtliche Grundlage. Prüfen Sie deshalb vor dem Einsatz, welche datenschutzrechtlichen Anforderungen für die Ortung gelten.