Für einen Elektroroller mit Sitz und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit zahlen Sie den Kaufpreis und die Haftpflichtversicherung. Je nachdem, wie Sie den Roller nutzen, kommen Kosten für Strom, Wartung und Reparaturen sowie für einen möglichen Akkutausch hinzu.
Ein Kostenvergleich zwischen Elektroroller und Benzinroller hängt davon ab, welche Modelle Sie vergleichen, wie viel sie verbrauchen und wie teuer Strom und Kraftstoff sind. Ob die laufenden Kosten einen höheren Kaufpreis ausgleichen, hängt ebenfalls davon ab, wie viel Sie fahren.
Was kostet die Anschaffung?
Die Preise unterscheiden sich je nach Modell und Reichweite. Drei Angebote für Elektroroller von 45 km/h zeigen die Größenordnung:
| Modell | Preis | Angegebene Reichweite |
|---|---|---|
| NIU MQi+ Sport Standard Range | 1.899 € | ca. 53 km |
| NIU NQi Sport, Modell 2024 | 1.999 € | ca. 45 km |
| NIU MQi+ Sport Extended Range | 3.249 € | ca. 60 km |
Das sind Händlerpreise und keine vollständige Übersicht über den deutschen Markt. Modelljahr, Ausstattung und Händlerkonditionen beeinflussen den Kaufpreis. Die Reichweitenangaben stammen ebenfalls vom Händler und sind keine Garantie für die Reichweite im Alltag. Der Stromverbrauch hängt unter anderem davon ab, wie schnell Sie fahren; auch Temperatur und Zuladung spielen eine Rolle. Entsprechend variiert die Strecke pro Akkuladung.
Vergleichen Sie vor dem Kauf deshalb nicht nur den Preis. Prüfen Sie auch, welche Reichweite Sie für Ihre üblichen Wege brauchen und ob der Akku zum Laden entnommen werden kann. Mit den vorliegenden Modellen lässt sich kein verlässlicher Preisvergleich mit einem gleich ausgestatteten Benzinroller anstellen.
Was kostet der Strom?
Ein Test ergab für einen Elektroroller mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit einen Verbrauch von etwa 3,5 Kilowattstunden (kWh) je 100 Kilometer. Die Stromkosten hängen vom Stromtarif und vom Verbrauch des Rollers ab. Häufiges Beschleunigen, hohe Zuladung und niedrige Temperaturen können den Verbrauch erhöhen.
Was kostet die Versicherung?
Für einen Roller bis 45 km/h ist eine Haftpflichtversicherung mit Versicherungskennzeichen erforderlich. Ein Anbieter nennt für Roller und Mopeds Haftpflichtbeiträge ab 25,20 Euro; mit Teilkasko und 150 Euro Selbstbeteiligung beginnt der genannte Preis bei 38,80 Euro. Teilkasko erweitert den Schutz, etwa für Schäden am eigenen Roller, und kostet in diesem Beispiel mehr.
Die Preise stammen von einem Versicherer und gelten nicht für den gesamten Markt. Der Beitrag hängt vom Tarif und den Versicherungsbedingungen ab. Das Versicherungsjahr läuft bei diesem Anbieter vom 1. März bis zum letzten Februartag des Folgejahres. Holen Sie vor dem Kauf ein konkretes Angebot ein und vergleichen Sie, welche Schäden der Tarif abdeckt.
Elektroroller und Benziner
Mit den vorliegenden Angaben lässt sich kein verlässlicher Kostenvergleich mit einem Benzinroller anstellen. Verbrauchsangaben können auf unterschiedlichen Grundlagen beruhen; außerdem hängen die Energiekosten von den jeweiligen Preisen ab. Für einen vollständigen Kostenvergleich brauchen Sie konkrete Angebote für beide Roller. Berücksichtigen Sie neben Strom beziehungsweise Kraftstoff und der Haftpflicht auch Kaufpreis und Wertverlust. Rechnen Sie Wartung, Reparaturen und Reifen ebenfalls ein. Eventuell kommt ein Akkutausch hinzu.
Wann lohnt sich der Elektroroller?
Die laufenden Energiekosten hängen von Fahrleistung, Verbrauch und Energiepreisen ab. Allein daraus lässt sich nicht ableiten, wann ein möglicher Unterschied beim Kaufpreis ausgeglichen ist.
Rechnen Sie vor dem Kauf mit Ihren geplanten Jahreskilometern und Ihrem tatsächlichen Stromtarif. Vergleichen Sie danach den Anschaffungspreis, die Versicherungsangebote und die Ausstattung. Die Gesamtkosten lassen sich außerdem schwer einschätzen, weil Wertverlust, Reparaturen und die Lebensdauer des Akkus ungewiss sind.
